Samstag, 8. November 2008

Das Holz

Es ist mal wieder spät geworden. Doch nehmen wir uns jetzt kurz Zeit für die Wandlungsphase Holz.:

Wir erinnern uns, in der traditionellen chinesischem Medizin denkt man in Zyklen. Das Wasser steht für das höchste Yin. Das Yin hat seinen Höhepunkt erreicht, es erschöpft sich allmählich und das Yang beginnt sich zu rengen. Das kleine Yang ist die Wandlungsphase Holz. Wenn die Nacht am dunkelsten ist, ist der Tag am nächsten.

Die Kälte des Winters (Wasser) weicht allmählich dem Frühling. Die Pflanzen erwachen langsam aus ihrem Winterschlaf. Die im Innern verborgene Kraft regt sich zu neuem Leben und strebt der Sonne zu. Die Sonne steigt nach oben und die Wärme nimmt allmählich zu. Die Bauern beginnen ihre Saat auszubringen. Ein neuer Jahreszyklus beginnt. Holz steht also für den Frühling, den Sonnenaufgang im Osten, für die Kindheit und Jugend, für die Farbe grün etc.

Die Bewegungsrichtung ist nach oben und nach vorn. Die Wandlungsphase Holz ist dynamisch, beweglich, biegsam und anpassungsfähig. Die Energie strebt dem Licht entgegen, ist ungestüm und voller Tatendrang. Die Wandlungsphase Holz steht somit auch für die Kreativität und Schöpfungskraft. In dieser Phase gilt es, die Bestimmung zu im Leben zu finden und die Energie dorthin zu lenken.

Die entsprechende Emotion ist die Aggression und im positiven die Toleranz und Grosszügigkeit. Die Bündelung der Kräfte, um vehement seinen Platz zu schaffen und zu behaupten. Damit die Natur nicht überwuchert, kontrolliert das Metall das übermässige Wachstum und gibt die notwendige Struktur. Wird das Holz jedoch zu stark, stumpft es das Metal ab. Das Holz selbst schürt das Feuer und wird das Feuer zu stark, verbrennt es das Holz übermässig

Die Wandlungsphase Holz steht für Kreativität und für Strategien. Entscheidungen müssen getroffen , Prioritäten gesetzt werden. In einem Projekt steht das Holz für die Planungsphase. Ein erfolgreiche Projekt braucht Visionen und Weitblick.

In der TCM steht das Element Holz für den Funktionskreis Leber / Galle, welcher die Muskeln und Sehnen kontrolliert. Die Energetik im Geschmack ist sauer und ruft nach süssem. Die Augen sind energetisch mit Leber / Galle verbunden. (Werden bei einer Gelbsucht die Augen nicht gelb?) Diese Phase steht für die Wahrnehmung. Die Energie der Leber steigt im Meridian nach oben zum Kopf und der Gallenmeridian leitet die Energie dann nach unten ab. Ist der Gallenmeridian zu schwach, staut sich die Leberenergie und es kommt zu migräneartigen Kopfschmerzen. Deswegen führen angestauter Stress, Wut, Ärger und Zorn zu hohem Blutdruck und Kopfschmerzen. Daher tut Entspannung so not!

Fazit: Das Element Holz ist der Minister im Staatssystem Körper. Der Schatzmeister (Niere) versorgt dieses Element mit der notwendigen Energie. Das Holz wiederum nährt das Feuer. Das Holz gibt der Erde mit seinen Wurzeln der Erde Struktur. Es holt sich seine Nährstoffe aus der Erde.

Wir sehen uns ....

YodaL

Samstag, 1. November 2008

Das Element Wasser

Betrachten wir die einzelnen Elemente etwas genauer und beginnen mit dem Wasser.

Alles Leben entsteht aus dem Wasser! Das Wasser hat keine spezifische Form, es ist in seiner Weichheit anpassungsfähig wie kein anderes Element. Es füllt jede leere Form und wird so zur Form. Es kennt alle Aggregatszustände, von fest über flüssig zu unsichtbarem Dampf.

Das aus der befruchteten Eizelle entstandene Embryo wächst in der Geborgenheit der Fruchtblase im Mutterleib heran, um diese mit Mühen zu verlassen, wenn die Zeit reif dafür ist. Bis es auf die Welt kommt hört es den Rhythmus des Herzschlags der Mutter und weit entfernt lockt die Welt mit fremden Geräuschen. Hat es dann die Geborgenheit des Mutterleibs verlassen, kommt es in eine vergleichbare kalte und grelle Welt. Und diese Welt macht zunächst Angst. Und es braucht die Geborgenheit der Eltern, um Vertrauen in die Welt setzen zu können.

Das Wasser sucht stets den tiefsten Punkt und bildet so das höchste Yin. Das Yang regt sich bereits tief im Inneren. Damit spiegelt die Wandlungsphase Wasser das Leben in der Tiefe, im Verborgenen wider. Das Element Wasser stellt uns die Frage wer wir sind, wobei wir die Antwort nur in unserem tiefsten Inneren finden. Damit fordert uns das Wasser auf, unsere Bestimmung zu finden und diese mit Vertrauen in uns selbst und in das Leben zu leben.

Die Wandlungsphase Wasser steht für den Winter, jener Phase, in der sich die Natur in sich selbst zurückzieht, um neue Kräfte zu sammeln. Sie vertraut darauf, daß der nächste Frühling kommen wird und sie wieder zu neuem Leben erwacht..

Mit diesen Bildern werden die wesentlichen Attribute der Wandlungsphase Wasser beschrieben: schwarz oder blau wie das Meer, ohne Form, weich, anpassungsfähig, das Innerste, Angst vor dem Unbenennbaren und Vertrauen.

Nun die Aspekte aus der TCM:

Die Organe des Wasserelements sind die Niere und Blase. Unsere beiden Nieren werden je zu Feuer und Wasser zugeordnet. Doch der Reihe nach. Die Blase ist vergleichbar mit dem Steuermann, der die Schleusen reguliert und überschüssige Flüssigkeit aus dem Körper entlässt, damit wir nicht daran ertrinken. Das Wasser (Niere/Blase) bildet mit dem Feuer (Herz/Dünndarm) die konstitutionelle Achse. Im Tor des Lebens, Mingmen, (am Lendenwirbel gegenüber des Nabels) brennt dieses Lebensfeuer. Das heisst konkret, die beiden Nieren bergen das Yuan-Qi und unsere Essenz. (Jing), das wir mit der Geburt in die Welt mitgebracht haben. Unser energetisches Kapital. Ist diese Energie erschöpft, sterben wir. Damit bildet die Niere die Energiezentrale des Körpers, die das Jing bewahrt und das Yin und Yang des Körpers reguliert.

Die Mutter ist das Element Metall, d.h. die Wandlungsphase Metall gebiert das Wasser. Zur Wandlungsphase Metall gehört die Lunge. Und ist es nicht die Niere, die uns beim Atmen unterstützt? Die Erde ist der Vater, d.h. Erde kontrolliert das Wasser, damit es zu keinen Überflutungen kommt. Das Wasser selbst gebiert das Holz- und kontrolliert sanft das Feuerelement.

Bei Energiemangel kommt es zuerst zu Beschwerden im Lendenbereich. Die bekannten Kreuzschmerzen tauchen dann auf, wenn uns buchstäblich die Energie ausgeht. Die Knochen stehen in direkter Verbindung mit dem Wasserelement. Daher werden unsere Knochen auch im Alter, wenn uns langsam die Essenz ausgeht, brüchig. Exzesse verbrauchen das Jing und lassen den Menschen früher altern. Daher gilt es, stets Mass zu halten.

Im FengShui steht die Wandlungsphase Wasser für das Geld im Leben, die sichtbare Form von Energie. Und die aktuelle Finanzkrise zeigt uns was passiert, wenn diese Energie aus dem Gleichgewicht kommt.

So, das ist zwar lange noch nicht alles, aber für heute ist es genug.

Bis zum nächsten Mal

YodaL

Sonntag, 26. Oktober 2008

Die 5 Wandlungsphasen oder die 5-Elementen-Lehre

Ich habe etwas Zeit gebraucht, um meine Mitte wieder zu finden und die Muse für einen neuen Blogbeitrag. Meine Situation hat sich mittlerweile stabilisiert und ich schaue zuversichtlich in die Zukunft. Die nächsten Beiträge möchte ich den traditionellen 5 Elemente / Wandlungsphasen widmen. Die Lehre ist jedoch zu schön und umfangreich für einen einzigen Beitrag, daher wird es mehrere Artikel zu dem Thema geben.

Die 5 Elementenlehre ist eine der wichtigsten Pfeiler in der chinesischen Philosophie und Medizin. Das Wort „Element“ ist hier eigentlich der falsche Begriff. Denn die 5 Elemente sind nicht statisch, sondern sie beschreiben das Leben in seinen Zyklen. Daher ist der Begriff Wandlungsphasen der bessere Ausdruck, den ich nachfolgend auch verwenden werde.

Die 5 Wandlungsphasen sind Erde, Metall, Wasser, Holz und Feuer. Sie haben eine große Bedeutung in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), in der Ernährung, im FengShui, im Kampfsport, TaiChi und QiGong. Sogar in der Kriegsführung und heute im Management findet die Lehre von den 5 Wandlungsphasen Anwendung.
Der Ursprung der Lehre ist meines Wissens der Taoismus. Der Buddhismus kennt ebenfalls eine Lehre der Fünf Elemente. Diese unterscheidet sich darin, dass an der Stelle des Metalls die Leere verwendet wird.

Die 5 Wandlungsphasen beschreiben die 4 Grundelemente. Das 5. Element Metall steht für die Transformation. Darüber hinaus stehen die Wandlungsphasen für die Qualitäten einzelner Aktionen und für einzelne Lebensphasen. So entspricht

Holz - dem Wachstum, der Kreativität
Feuer - der Dynamik der Ausgestaltung
Erde - der Veränderung oder der Fruchtbarkeit
Wasser – der Ruhe
Metall - der Ablösung und der Reife

Die 5 Wandlungsphasen interagieren miteinander und können nicht unabhängig voneinander bestehen. Sie sind untrennbar miteinander verbunden. Und darin besteht die große Analogie zum Leben an sich. Jede einzelne Phase geht in die nächste Phase über und unterstützt und nährt dabei die nachfolgende. Wird das Gleichgewicht diese kreativen Prozesses gestört, erfahren die übrigen Elemente entweder eine Schwächung, gar eine Schädigung.
Die Lehre der 5 Wandlungsphasen ist eine konsequente Fortführung der Yin-Yang-Lehre. Dort haben wir die 2 Pole, die sich gegenseitig bedingen und ebenfalls zyklisch agieren. Doch der Übergang von Yin zu Yang und umgekehrt erfolgt nicht abrupt sondern langsam und gleichmäßig. Daher spricht man vom kleinen Yin und großen Yin, vom kleinen Yang und großen Yang. Damit haben wir 4 Phasen, das Zentrum bildet die 5. Wirkrichtung.

Es gibt 4 Anordnungen oder Beziehungszyklen:

1. Der Nährungszyklus
2. Kontrollzyklus
3. Schwächungszyklus
4. Schädigungszyklus

Der Nährungszyklus wird im Uhrzeigersinn angeordnet und zeigt die schöpferische Beziehung der einzelnen Elemente auf, wie die Mutter zum Kind.
Das Holz nährt das Feuer, das Feuer erzeugt Asche und reichert damit die Erde an. Die Erde transformiert alles und bringt Erze hervor, die wiederum zur Metallerzeugung verwendet werden. Die Erze und Mineralien reichern das Wasser mit Mineralstoffen an und das Wasser nährt wiederum die Bäume und Pflanzen, die für das Holz stehen.

Der Kontrollzyklus reguliert Mangel und Überfluss einzelner Wandlungsphasen. Dabei erfolgt die Regulierung strukturiert, damit eine Störung des Prozesses vermieden wird. Die Beziehung könnte man mit der des Vaters vergleichen, der dem jeweiligen Element Struktur gibt. Die Anordnung hat die Form eines Pentagramms.
Wird das Feuer zu stark, wird das Wasser es löschen. Das Feuer schmilzt die Erze zur Gewinnung von Metallen. Das kalte Metall in Form einer Axt oder Säge spaltet das Holz. Das Holz in Form der Bäume bzw. der Pflanzen entziehen der Erde zum einen die Mineralstoffe, zu anderen hält ihr Wurzelwerk die Erde zusammen und schützt vor Erosion. Erddämme schützen das Land vor Überflutung und Unterspülung. Die Erde verunreinigt das Wasser.

Der Schwächungszyklus wird entgegen dem Uhrzeigersinn angeordnet und spiegelt jene Beziehung wieder, wie ein Element durch die Schwächung eines anderen gestärkt wird.
Das Holz der Pflanzen absorbiert das Wasser. Das Wasser erodiert das Metall und lässt es rosten. Das Metall der Egge zerstückelt die Erde. Die Erde erstickt das Feuer und ein starkes Feuer verbrennt das Holz der Pflanzen, wie z.B. in Waldbränden.

Der Schädigungszyklus spiegelt die Anordnung wider, wenn ein Element übermächtig wird, und dadurch zerstörerisch auf ein anderes Element einwirkt.

Das Holz macht das Metall der Axt stumpf, die Metalle entziehen dem Feuer die Hitze, das Feuer lässt das Wasser verdampfen, das Wasser unterspült die Erde und die Erde erstickt das Holz, z.B. in der Wüste.

Die 5 Wandlungsphasen interagieren stets so, dass sie versuchen das Gleichgewicht der Kräfte zu halten. Bei drohenden anormalen Zuständen greift das jeweilige kontrollierende (Vater-)Element ein, um die Harmonie wiederherzustellen. Gelingt das nicht, kommt es irgendwann zum Kollaps.
Die 5 Wandlungsphasen korrespondieren mit nahezu unendlich vielen Bereichen wie z.B. den 5 Geschmäckern, den 5 Jahreszeiten, 5 Töne in der Musik, 5 Grundemotionen, den 5 Witterungen und Landschaftsformen, den 5 Planeten und den 5 Beziehungen mit den 5 Tugenden und noch vieles mehr.

Zur Veranschaulichung nachfolgend eine Tabelle:



Die nachfolgenden Beiträge werden von den einzelnen Elementen und deren Wechselbeziehungen handeln. Bis dahin, wünsche ich ein schönes Leben.
YodaL


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Samstag, 4. Oktober 2008

Vom Scheitern ....

... und wie man sich wieder hochrappelt.

Es hat lange, sehr lange gedauert, doch heute wurde ich gezwungen es mir mal wieder einzugestehen. Ich bin an einem sehr wichtigen Punkt in meinem Leben mal wieder gescheitert. Der Schmerz und die Trauer ist kaum auszuhalten, Tränen laufen die Wangen entlang, ich könnte schreien und dennoch, das Leben geht weiter.

Im Auto, während ich Einkaufen gefahren bin, habe ich die Gegend mit Pink's "So what" beschallt. Pink singt sinngemäss

Ich hab meine Einstellung von Grund auf geändert, das
werdet ihr spätestens heute nacht erleben. Und wenn er Zoff will, den kann er
haben, ich werde kämpfen. - Also, was solls!
...

Auch ich werde wieder kämpfen, nach vorne schauen und ich weiss, ich werde es schaffen. Ich habe zwar keine Liebe und keinen Mann verloren, wie Pink das besingt, dennoch habe ich ein für mich äusserst wichtiges Ziel verfehlt. Ich hatte es bereits geahnt und hab es auch kommen sehen. Doch alles hoffen, beten und wünschen hat nichts genutzt, ich stehe exakt an dem Punkt, wie vor 4 Jahren. Vor dem Nichts. Und ich beginne wieder ganz von vorne. Kaum jemand wird mich vielleicht verstehen, denn viele sagen zu mir, dass ich was falsch mache. Mit meinem tollen Job könne das doch alles nicht sein! Doch ich weiss nicht was ich falsch mache. Das macht es für mich besonders schmerzhaft, und es zerreist mir fast das Herz. Gründe für mein Scheitern gibt es sicherlich genug, es lag sicherlich auch an mir, doch ebenso an den Umständen. Versuche, meine Situation zu ändern, haben nicht in dem Masse funktioniert, wie ich es wollte. Ich habe einiges riskiert, so manches Mal gegen die Vernunft gehandelt, doch es hat nichts eingebracht. Ich bin gescheitert. Besser jetzt als später. Dieses Mal gebe ich mir 5 Jahre Zeit, um die Dinge in meinem Leben in Ordnung zu bringen.

Der Schnitt ist gemacht und ich werde die nächsten 5 Jahre wieder nach vorne blicken und beten, daß sich alles schneller in Wohlgefallen auflösen wird.. Es wird in meinem Leben einige Veränderungen geben, die Weichen sind gestellt. Eigentlich wollte ich langsam kürzer treten, um das Leben zu geniessen, doch nun heisst es für mich nochmals kräftig durchstarten. Meine Gesundheit pflege ich mit Sorgfalt und Gott weiss, was die Zeit für mich bringt.
YodaL



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Freitag, 19. September 2008

Klangsteine

Ich bin die vergangenen Tage auf etwas gestoßen, das mich sehr fasziniert.
Klangsteine. Eine Reportage mit Prof. Klaus Feßmann im Fernsehen hat mich drauf gebracht.

Klaus Feßmann nimmt große schwere Steine, bearbeitet sie in ihrer Form, um sie dann zum Klingen zu bringen. Er taucht dabei seine Hände in Wasser und reibt die Steine. Der Klang, der dabei erzeugt wird ist zart und sphärisch, der sanft ins Ohr dringt und einen nicht mehr loslässt.

Die Kunst, Steine zum klingen zu bringen, ist eine uralte Kunst aus China. Der Klang der Steine galt als heilig. Da sich Steine für unser Auge unmerklich verändern, symbolisieren sie bereits im alten China die Ewigkeit. Während viele Menschen Steine als tote Materie betrachten, sind sie vielmehr das Gedächtnis der Erde.

Die Klangsteine sind bereits im 2. Jahrtausend vor Chr. (Shang-Dynastie) nachweisbar! Die Klangsteine waren damals oft aus Jade gemacht, weil Jade die Eigenschaft besitzt, sich im Laufe der Jahrhunderte kaum zu verändern und weil er einen warmen Klang in sich trägt.

Klangsteine verkörpern Yin und Yang. Der Klang, Yang, und der Stein, Yin, vereinigen sich zu einer Stimme, mit der die Erde mit uns in Verbindung tritt.

Ich hab mir das Buch mit der CD zugelegt. Die Musik ist mittlerweile bei mir auf dem iPod. Höre ich die Musik draußen in der Natur wenn die Sonne scheint, fühle ich mit dem Leben und der Erde tief verbunden. Ich habe dann das Gefühl, daß alles in der Mitte ist und nichts die Harmonie zerstören kann.

Für alle, die ich jetzt neugierig gemacht habe, hier ein Link: http://www.klangsteine.com/

Bis bald,

YodaL

Samstag, 6. September 2008

Ozeanien?


Luftbilder

Gestern erzählte ich, daß ich Besuch aus Ozeanien bekam. Ozeanien ist ja lediglich ein Oberbegriff der Länder im Pazifk. Genau genommen kam mein Besuch aus Neukaledonien. Nachfolgend möchte ich einfach ein paar Impressionen zeigen:


Noumea


Ils des Pins und weitere Impressionen





Ein Traum und ein Herzenswunsch von mir, meine Familie dort einmal besuchen zu können.

YodaL

Freitag, 5. September 2008

Eine Zeit des Friedens

Die vergangenen Wochen waren voller Hektik, Stress und zur Belohnung gefolgt von einer Zeit voller Freude und Frieden.

Ich bekam Besuch von meiner Kusine mit ihrer Familie aus Ozeanien. Die Vorbereitungen hierzu waren überaus hektisch und mit viel Arbeit verbunden. Denn meine kleine Wohnung ist nicht für Kleinkinder eingerichtet. Ich nutzte dann die Gelegenheit für einige Neuerungen.

Das Wiedersehen war für uns alle sehr emotional. Ich sah zum ersten Mal ihre kleine Tochter, die in wenigen Wochen 2 Jahre alt wird. Die kleine Person hat mich mit ihrem offenen und neugierigen Wesen sehr beeindruckt.Sie hat sich sofort in Nachbars Kater verliebt und ging auf ihn vollkommen unvoreingenommen und neugierig zu. Sie hatte keine Angst, daß er sie krallen könnte. Er tut das manchmal, da er draußen ist und Mäuse jagt. Diese kleine Person geht so neugierig und offen durch das Leben, daß es eine wahre Freude ist.

Und mir ist mal wieder bewusst geworden, daß jeder von uns einmal so war. Dem einen oder anderen ist diese Lebensfreude, diese Offenheit und die Neugier verlorengegangen. Warum sind unsere Glaubenssätze so tief und nachhaltig in uns eingeprägt und warum können wir diese Sätze oftmals nicht loslassen, wenn wir die Gelegenheit dazu haben? Wir geben dem Leben oft nicht die Chance, uns eines Besseren belehren zu lassen.

Eine ältere Bekannte mit sehr großem Vermögen, kann sich selbst nichts Gutes tun, weil sie meint, mit Bescheidenheit käme sie spirituell weiter. Dabei kritisiert sie andere Reiche, die ihr Leben in vollen Zügen geniessen und kann es nicht fassen, wenn ihre Physiotherapeutin sich einen Urlaub in Spanien leisten kann. Ihr Glaubenssatz besteht darin, daß Bescheidenheit und Selbstverleugnung zur Belohnung nach dem Tod führen wird. Jetzt hat sie erfahren, daß sie Krebs hat. Ihre Selbstverleugnung hat sie vom Strom des Lebens abgeschnitten.

Ich spiele gerne und geniesse die Zeit des Spielens, als wäre ich noch ein Kind. Ich spüre dann den Flow und tanke auf. Ich habe nie aufgehört, Fragen zu stellen und neugierig zu sein. Doch auch ich falle zuweilen meinen falschen Glaubenssätzen anheim. Wenn ich mir zu wenig zutraue oder das Gefühl habe, nicht gut genug zu sein oder von anderen nicht so wie ich bin angenommen zu werden. Kritik an meiner Person bedeutet für mich Stress, mit dem ich zwar mittlerweile umzugehen weiss, doch er wird mir jedesmal bewusst. Das Bedürfnis immer mehr wissen zu wollen rührt vielleicht daher, daß ich früher immer wieder hören musste, ich sei dumm und so ohne strenge väterliche Hand aus mir nichts werden würde. Ich wollte es allen Kritikern beweisen. Einige Kritiker von damals sind heute meine Neider geworden. Und nun darf ich hören, "Ich hätte das auch erreichen können, wenn ich nur gewollt hätte..."

Stimmt! Kann ich da nur sagen. Aber es war für mich immer mit Kampf verbunden. Sei es durch äussere Hindernisse oder durch Hindernisse durch meine Glaubenssätze. Als ich begann aktiv zu meditieren, begann ich auch mich selber und meine inneren Bilder und Glaubenssätze besser wahrzunehmen. Ich hatte immer wieder das Glück, Menschen zu begegnen, die mir auf meinem Weg weitergeholfen haben. Und diese Tatsache bestärkt mich, daß wir unsere Realität durch unsere Gedanken und unsere Einstellung zum Leben beeinflussen.

Wieso können wir uns oft nicht annehmen, so wie wir sind. Was treibt uns und wohin? Ich habe momentan nur ein Problem, das mich immer wieder belastet und mich Kraft kostet. Dem gegenüber steht meine Lebensfreude, die ich mit Freude geniessen möchte, mir aber oft nicht leisten kann. Dann gibt es Menschen, die im Überfluss leben und sich und anderen keine Freude gönnen können.

Wenn wir uns und das Leben nicht annehmen können, so wie es ein kleines Kind tut, dann schneiden wir uns vom Fluss des Lebens ab. Kann die Lebensenergie nicht mehr fließen, werden wir schwach und krank. Und vielleicht liegt hier auch ein Stück Wahrheit verborgen, hinter der Frage was uns im Leben immer weiter antreibt, uns selbst stets weiterzuentwickeln.

YodaL